„Die Straßen waren übersät mit Scherben…“ Matthias Loehr, Vorsitzender des Cottbuser Aufbruch e.V. eröffnete am Sonntag die Gedenkveranstaltung an die Progromnacht mit einem Zeitzeugenbericht. Mehr als 100 Cottbuser:innen waren ins Piccolo Theater gekommen. Gemeinsam erinnerten sie sich, eindrucksvoll untermalt durch musikalische Stücke aus dem Film „Schindlers Liste“, dargeboten von Sarah Smith (Akkordeon) und Dieter Gebauer (Klarinette), an diesen schrecklichen Tag deutscher Geschichte.
Die Veranstaltung wurde umrahmt von der Ausstellung „Kinderschicksale“. Diese wurde durch die AG Stoplersteine konzipierte und richtet den Blick auf das Schicksal jüdischer Kindern und Jugendlicher aus Cottbus stellvertretend für tausende Opfer.
Eines dieser Schicksale traf auch das jüdische Mädchen Anne Frank, die sich lange vor den Nationalsozialisten versteckte. Ihre Erlebnisse hielt sie in einem Tagebuch fest. Die gezeigte Eigenproduktion des Jugendklubs des Piccolo Theaters „Anne“ folgt dieser beeindruckenden Lebenslinie bis zum Ende und fragt, wie die Erinnerung zum Teil unserer Gegenwart wird, auf das sich diese Geschichte nicht wiederholt.
Fotos: Conny Meißner
