Eine musikalische Lesung über das Ghetto Theresienstadt mit dem Bläserquintett OPUS 45, dem bekannten Schauspieler Roman Knižka und dem Theresienstadt-Überlebenden Ernst Grube sowie unter Beteiligung von Schülerinnen und Schülern von drei Cottbuser Gymnasien.
Die Veranstaltung erinnert an das Ghetto Theresienstadt, an das Leid der dort inhaftierten Menschen, aber auch an die Kraft von Musik, Literatur und Erinnerung. Gerade in einer Zeit, in der antisemitische und demokratiefeindliche Tendenzen stärker werden, setzt sie ein Zeichen für Menschenwürde, Empathie und lebendige Erinnerungskultur.
Roman Knižka führt durch das Programm und liest u.a. Erinnerungen und Gedichte von Ruth Klüger, Ilse Weber, Zvi Cohen, Leo Strauss und Gerty Spies, die von Verfolgung, Verlust, Hoffnung und innerem Widerstand erzählen und gibt jenen eine Stimme, deren Lebenswege durch den Nationalsozialismus geprägt und zerstört wurden.
Das Bläserquintett OPUS 45 spielt Kompositionen u.a. von Pavel Haas, Hans Krása, Viktor Ullmann und Gideon Klein. Die Werke dieser Komponisten gerieten nach Ende des Zweiten Weltkrieges lange in Vergessenheit. Rezitation und Musik eröffnen einen emotionalen Zugang zur Geschichte von Theresienstadt – eindringlich und bewegend.
Die Cottbuser Schülerinnen und Schüler werden den Sprechchor aus der Kinderoper "Brundibár" gestalten.
Im Anschluss an die Konzertlesung wird der Zeitzeuge Ernst Grube online für ein moderiertes Gespräch zugeschaltet, in dem er von seinen persönlichen Erinnerungen berichtet. Die Cottbuser Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit Fragen zu stellen.
Ort: Konservatorium Cottbus
Tickets nur an der Abendkasse des Konservatoriums
regulär 10,- €, ermäßigt 5,- €
Die Veranstaltung wird gefördert durch die Kunst- und Kulturförderung der Stadt Cottbus, dem Toleranten Brandenburg und dem Cottbuser Aufbruch e.V.
