Cottbuser Aufbruch verurteilt rechtsextreme Gewaltwelle und fordert entschlossenes Handeln

In den vergangenen 14 Tagen hat die Intensität rechtsextremer Übergriffe in Cottbus ein alarmierendes Niveau erreicht. „Die gezielten Attacken auf religiöse Institutionen und zivilgesellschaftliche Akteure stellen einen beispiellosen Angriff auf die demokratische Stadtgesellschaft dar. Der Cottbuser Aufbruch verurteilt diese Taten aufs Schärfste und ruft Politik, Behörden und Bürgerschaft zum sofortigen Handeln auf.“ so der Vorsitzende vom Cottbuser Aufbruch, Matthias Loehr.

Die Vorfälle offenbaren ein erschreckendes Muster organisierter Gewalt, das von der antisemitischen Schändung der Synagoge durch Hakenkreuze bis hin zu physischen Angriffen auf Bürger im öffentlichen Raum reicht. Besonders die gezielten „Home Visits“ bei Aktivisten, wie der versuchte Einbruch beim Studierendenpfarrer, markieren eine neue Eskalationsstufe. Das ist der systematische Versuch, das Sicherheitsgefühl der gesamten demokratischen Stadtgesellschaft zu zerstören und Räume der Toleranz zu schließen.

Angesichts dieser bedrohlichen Lage fordern wir ein entschlossenes Handeln von Politik, Behörden und der Bürgerschaft. Der Staatsschutz und die Justiz müssen alle Ressourcen ausschöpfen, um die Täter zu ermitteln und zügig vor Gericht zu stellen, während gleichzeitig die Sicherheitskonzepte für gefährdete Einrichtungen unmittelbar verstärkt werden müssen.

Wir appellieren an alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt: Es ist kein Platz für Ausgrenzung, Rassismus und Antisemitismus in Cottbus, seien Sie nicht gleichgültig! Demokratie braucht Sichtbarkeit!“ so der stellvertretende Vorsitzende des Cottbus Aufbruch, Dr. Wolfgang Wiehe. „Die Stadtspitze muss gemeinsam mit den Bürgern Haltung zeigen, um dem Hass entgegenzutreten. Lassen Sie uns zu einem toleranten und friedlichen Miteinander kommen!“