15. Februar 1945: „Aus der Geschichte erwächst unsere Pflicht“

Viele Jahrzehnte lebten wir in Sicherheit. Seit Beendigung des Kalten Krieges schienen Gewalt und Grenzverschiebungen kein Mittel des politischen Diskurses zu sein. Doch diese Gewissheit ist 2026 nicht mehr gegeben. Tod und Zerstörung sehen wir 81 Jahre nach Beendigung des 2. Weltkrieges auch wieder in Europa.

Alljährlich bietet der 15. Februar, der Jahrestag der Bombardierung von Cottbus/Chóśebuz im Zweiten Weltkrieg, Anlass zum Gedenken an die Schrecken von Krieg, Gewalt, Zerstörung, aber auch an die Ursachen. Die mörderische Ideologie des Nationalsozialismus, Größenwahn, Rassismus und Antisemitismus haben unermessliches Leid über die Menschen in Europa gebracht.

Deshalb ist dieser Tag auch Anlass zur Rückbesinnung auf die Menschenwürde und die Werte, auf denen unser friedliches und soziales Zusammenleben beruhen sowie auf das demokratische System in Deutschland und den Ländern der Europäischen Union als Fundament unseres Zusammenlebens. Die Erinnerungen und das Wissen um die Zerstörungskraft und die Millionen Opfer des 2. Weltkrieges scheinen zu verblassen. Umso wichtiger ist es, immer wieder an das Geschehene zu erinnern, denn die Bombardierung der deutschen Städte war Folge des nationalsozialistischen Angriffskrieges. Verantwortung für die Zukunft bedeutet ohne Geschichtsklitterung in die Vergangenheit zu blicken.

Aus diesem Anlass lädt der Cottbuser Aufbruch am 15. Februar 2026 um 15 Uhr zum Gedenken auf den Altmarkt und anschließend um 16:30 Uhr in das Cottbuser Stadtmuseum zum Podiumsgespräch „Zerstörung, Flucht, Integration - Prüfsteine unserer Zeit“ ein.