Wie arbeitet der Cottbuser Aufbruch?

Alle sechs bis acht Wochen organisieren wir Treffen, die dem Austausch der Mitglieder, den Berichten aus den Bereichen, dem gemeinsame Erkennen von Problemen und dem Suchen von Lösungsansätzen dienen.

Dabei kann es sich um rassistische Äußerungen am Arbeitsplatz handeln, die zu Kündigungen führen können. Wichtig ist die Unterstützung der Zusammenarbeit von Justiz und Polizei.

Das Bündnis ist auch einmal mit Jugendlichen ins Gefängnis gegangen, um mit jugendlichen Insassen zu sprechen, die Gewalttaten begangen haben oder wegen Ausländerfeindlichkeit straffällig wurden. Das hat auf ähnlich gesinnte "normale" Jugendliche manchmal einen abschreckenden Effekt, wenn sie vor Ort sehen, wie man sich durch so etwas sein Leben ruinieren kann. Im Fachjargon heißt das Primärprävention.

Im Plenum aber schildert jeder seine Erfahrungen. Seit 1998 hilft uns das sogenannte „mobile Beratungsteam". Es kennt aus jedem Abschnitt der Gesellschaft den spezifischen Rechtsradikalismus und weiß gut, wie sich die rechte Szene entwickelt. Es ist sehr hilfreich, um die Lage in Cottbus und im Kreis zu kennen.

Was sind die Leitbilder des Aktionsbündnisses Cottbuser Aufbruch?

 „Gelebte Toleranz im Umgang miteinander und mit Fremden!"

 Der Cottbuser Aufbruch fördert das „Miteinander leben" in allen Lebenslagen.

 „Keine Toleranz für Intoleranz!"

Der Cottbuser Aufbruch fördert den Rechtsstaat, er setzt sich dafür ein, dass besonders bei ausländerfeindlichen Straftaten bei der Justiz oder Polizei keine Verschleppungen passieren, sondern dass sie sofort geahndet werden, dass auch bei jungen Straftätern sofort eingegriffen wird, dass nichts vertuscht wird.

„Stärkung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit!"

Es geht um das Erlernen von toleranten Umgangsformen, um das Einfordern von Mitbestimmung und um die Wahrnehmung der Bürgerrechte.