Mit freundlicher Unterstützung von

Cottbuser Aufbruch

Am 26. August  2010 um 17.00 Uhr trifft sich der Cottbus Aufbruch zu seiner monatlichen Versammlung im OSZ, Sielower Str. 10 - Cottbus.

Unterstützer werden:

Wenn Sie auf die Unterstützerliste möchten, senden Sie bitte eine kurze E-Mail an info@cottbuser-aufbruch.de.

Termin melden:

Wenn Sie Termine oder Informationen haben die Ihrer Meinung nach auf diese Homepage gehören, dann senden Sie uns diese bitte zu.
info@cottbuser-aufbruch.de

Förderverein

Kennen Sie schon den Förderverein Cottbuser Aufbruch e.V.?
mehr...

Wichtig ist es, Gesicht zu zeigen

Interview mit Ministerin Martina Münch, Mitbegründerin des Cottbuser Aufbruchs für „Schattenberichte“ der Opferperspektive.

F: Frau Münch, 1999 haben Sie den Cottbuser Aufbruch mitbegründet. Wenn Sie zurückblicken, was hat Ihre Arbeit erreicht?

A: Das Klima im Umgang miteinander hat sich seither gewandelt: Es gibt mehr Neugierde, Aufmerksamkeit und Toleranz füreinander. Wir haben erreicht, dass sich tausende Cottbuser gegen Rechts engagieren. Der Cottbuser Aufbruch ist nach elf Jahren zu einem starken Aktionsbündnis für gelebte Toleranz im Umgang miteinander und mit Fremden geworden. Seine Stärke liegt darin, dass er einen Querschnitt der Gesellschaft repräsentiert und ganz praktisch für sozialen Zusammenhalt sorgt.

F: Unserem Eindruck nach werden Punks und alternative Jugendliche in Cottbus massiv von Rechten bedrängt. Wie schätzen Sie die Situation ein?

A: Wir beobachten generell, dass die Aktionen von Rechtsextremen 2010 in unserer Region zugenommen haben. Dabei kommt es immer wieder zu Pöbeleien und Bedrohungen gegenüber alternativen Jugendlichen oder ausländischen Studierenden. NPD und rechte Kameradschaften fühlen sich im Süden Brandenburgs offenbar stark. Hier gilt es, mit Prävention und Repression kontinuierlich Gegendruck aufrechtzuerhalten.

F: Wir haben es in Südbrandenburg mit einer Neonaziszene zu tun, die sogar Volksfeste für ihre Zwecke kapert – wie den Cottbuser Karnevalsumzug im Februar dieses Jahres. Was kann man dagegen tun?

A: Man muss informieren und aufklären, Aktionen wie beim Karnevalsumzug beim Namen nennen, die Bürger wachrütteln und Schüler- und Ausbildungsprojekte zum Thema Demokratie unterstützen. Wichtig ist es, Gesicht zu zeigen und immer wieder an die drei Leitsätze des Cottbuser Aufbruchs erinnern: gelebte Toleranz im Umgang miteinander und mit Fremden, keine Toleranz für Intoleranz, Stärkung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit.

F: Vor einigen Jahren wurden die Scheiben Ihres Parteibüros eingeworfen. Was raten Sie Menschen, die von Neonazis bedroht werden, aus Ihrer eigenen Erfahrung?

A: Man sollte sich auf keinen Fall einschüchtern lassen. Es hat aber auch keinen Sinn, den Helden zu spielen. Entscheidend sind Vernetzung, das Organisieren praktischer Hilfe und die Hinzuziehung der Polizei.         Konkret habe ich vier Ratschläge: Gewalttaten konsequent zur Anzeige bringen, Bedrohungen öffentlich machen, Opferverbände wie die Opferperspektive um Rat bitten und - speziell in Cottbus - den Cottbuser Aufbruch einschalten.

Martina Münch ist eine der Initiatorinnen des Cottbuser Aufbruchs. Als Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur gehört die SPD-Landtagsabgeordnete seit November 2009 der Brandenburger Landesregierung an.


Eröffnung von Cottbus Open am 20. Juni 2010

10 Jahre „Multikulturelles Festival Cottbus Open“

„Cottbus Open“ feiert am kommenden Sonntag, 20.06.2010, sein zehnjähriges Jubiläum. Um 13:00 Uhr wird das Festival von Oberbürgermeister Frank Szymanski eröffnet. Ebenfalls mit dabei sind Brandenburgs Integrationsbeauftragte Prof. Dr. Karin Weiss, BTU-Präsident Prof. Walther Ch. Zimmerli, der Präsident der Hochschule Lausitz, Prof. Günter Schulz, und Jörn Meyer, der Geschäftsführer des Jugendhilfe Cottbus e. V. Gemeinsam wird eine große Geburtstagstorte angeschnitten, die zugunsten der UNICEF-Kampagne „Schulen für Afrika“ verkauft wird – ein kleiner Beitrag im „Europäischen Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung“.

Zur Fußball-WM blickt die Welt auf Afrika. Gemeinsam mit UNICEF sollen die Weltmeisterschaft und Cottbus Open genutzt werden, dem Millenniumsziel Nummer 2, Bildung für jedes Kind, ein Stückchen näher zu kommen. Unter dem bundesweiten UNICEF-Motto „Alle denken an Fußball, wir nicht nur“ gibt es verschiedene Aktionen, die im Sinne der Kampagne um Spenden werben.

Die Besucher des multikulturellen Festivals erwartet ein buntes Bühnenprogramm, das von etwa 200 internationalen Mitwirkenden gestaltet wird. Zahlreiche Vereine haben Mitmachangebote für die kleinen Gäste zusammengestellt. Eine Bastelstraße, Kinderschminken, verschiedene Rätsel und eine Minigolf-Anlage bieten Spaß für Mädchen und Jungen. Wer möchte, kann sich von den Frauen des Cottbuser Flüchtlingsvereins e. V. die Haare in traditioneller afrikanischer Form flechten lassen. Gegen 16 Uhr werden Wünsche für ein tolerantes Cottbus gegen heliumgefüllte Luftballons getauscht und gemeinsam gen Himmel geschickt.

Als besonderes Highlight gilt wieder die internationale Essstraße, bei der in diesem Jahr Köstlichkeiten aus Mexiko, Spanien, Marokko, Syrien, Bulgarien, Jordanien, Nicaragua, Ägypten, Bolivien, Indien, Kamerun, Sudan, Tunesien, Iran und Belgien probiert werden können.

Die Integrationsbeauftragte der Stadt, Heike Konzack, ruft alle Cottbuserinnen und Cottbuser sowie ihre Gäste auf: „Nach Abschluss des Bühnenprogramms, gegen 19:30 Uhr, möchten wir die Zahl 10 noch einmal in den Mittelpunkt rücken. Wir bitten alle Besucherinnen und Besucher unseres Festivals, sich in Form der Zahl 10 aufzustellen, um dann von oben ein Foto schießen zu können. Helfen Sie mit, damit ein buntes Bild von Cottbus hinaus in die Welt geht!“

Veranstalter von Cottbus Open 2010 sind die Stadt Cottbus, die Brandenburgische Technische Universität, die Hochschule Lausitz sowie der Jugendhilfe Cottbus e. V.