Dankeschön
Ganz herzlich möchten wir uns an dieser Stelle für die tatkräftige Unterstützung am Tag der Erinnerung am 15.Februar 2010 bei folgenden Beteiligten bedanken:
- Vattenfall Europe Mining & Generation, Herr Fromm und Frau Miedtank (Kommunikation)
- Frauenzentrum Cottbus, Monika Vandreier (Geschäftsführerin)
- Carl-Thiem-Klinikum, Angelika Herferth (Betriebsratsvorsitzende)
- Sportstättenbetrieb der Stadt Cottbus, Herr Przesdzing (Leiter)
-
Koordinierungsstelle "Tolerantes Brandenburg" (Frau Engels)
Sie haben dazu beigetragen, dass dem störenden Aufmarsch rechtsextremer Kräfte ein demokratisches Protestzeichen entgegengesetzt werden konnte.
65. Jahrestag des Bombenabwurfes auf die Stadt Cottbus am 15.02.1945
Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!
Der Cottbuser Aufbruch unterstützt den Aufruf der Stadtverordnetenversammlung zum Gedenken an den 65. Jahrestag des Luftangriffs auf die Stadt Cottbus am 15. Februar 1945
Die Stadt Cottbus wird am 15. Februar den 65. Jahrestag der Bombardierung würdig begehen. Der Luftangriff war für Cottbus der vorletzte Akt des verbrecherischen Krieges, den Hitlerdeutschland begonnen hatte. An den Orten der größten Zerstörungen werden wir mit Veranstaltungen der Opfer des Bombardements gedenken. Alle Cottbuserinnen und Cottbuser sind dazu herzlich eingeladen.
Am 15. Februar 2010 will aber auch die NPD mit einem "Gedenkmarsch zu Ehren der Opfer des alliierten Bombenterrors" die Gedenkveranstaltungen der Stadt Cottbus stören. Wieder einmal soll davon abgelenkt werden, dass uns erst die Nazidiktatur die Bombadierungen eingebrockt hat. Wir wehren uns gegen jegliche Instrumentalisierung durch Nazis! Bitte unterstützen Sie uns und kommen am 15. Februar um 16.00 Uhr zum Cottbuser Bahnhofsvorplatz. Besuchen Sie die ‚Stationen des Gedenkens und die Kerzenwache zur Mahnung gegen den nationalsozialistischen Terror’.
Lothar Judith/ Jörn Meyer
Information zum 65. Jahrestag des Bombenabwurfes auf die Stadt Cottbus am 15.02.1945
Das Ende des II. Weltkrieges in Cottbus
Mit dem deutschen Angriff auf Polen begann am 1. September 1939 der II. Weltkrieg. Schon zuvor waren in Deutschland Millionen Menschen dem nationalsozialistischen Terror zum Opfer gefallen, waren ermordet oder hatten ihre Heimat verlassen müssen. Der Krieg war sehr schnell auch in Cott-bus spürbar, zunächst waren es die Meldungen über die Gefallenen, später mussten die Cottbuser ihre Häuser verdunkeln und bald folgten die Übungen zum Luftalarm. Anfang 1944 erlebte Cottbus den ersten Luftangriff.
Am Ende dieses Krieges waren in Cottbus etwa 60 % der Wohnungen und auch ca. 60 % der Indust-riebetriebe beschädigt. Einst lebten hier 55.000 Menschen, Ende April 1945 waren es nur noch ca. 3.000. Die Beseitigung der Schäden sollte viele Jahrzehnte in Anspruch nehmen.
Mehr Informationen
Der Bombenangriff am 15. Februar 1945.pdf (10 KB)
Aufruf des Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung Cottbus, Reinhard Drogla, zum Gedenken an den 65. Jahrestag des Luftangriffs auf die Stadt Cottbus am 15. Februar 1945
Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,
am 15. Februar 1945, zur Mittagszeit, wurde die Stadt Cottbus bei einem alliierten Luftangriff zerstört. Ziel der amerikanischen Bombenflugzeuge war der Cottbuser Bahnhof, ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Dort befanden sich Munitionszüge, Verwundetentransporte und Tausende von Flüchtlingen. Die offizielle Bilanz sprach von 1000 Toten. Zerstört wurden 145 Industrie- oder Versorgungsbetriebe und 356 Häuser. 3600 Wohnungen wurden beschädigt und 13.000 Einwohner obdachlos. Besonders verheerend wirkte sich aus, dass zur Zeit des Bombardements mehrere Tausend Menschen aus dem brennenden Dresden in der Bahnhofsgegend Schutz gesucht hatten. Die genaue Zahl der Opfer ist deshalb nicht bekannt. Nur wenige hatten die Warnung von BBC London gehört und Cottbus verlassen.
Zum weiterlesen:Cottbuser Aufbruch zur drohenden Abschiebung
Ruanda und Burundi sind uns als Konfliktherde bekannt, dass auch die Demokratische Republik Kongo Konfliktbeteiligte ist, ist nicht jedem bekannt. Aber gerade in diesem Land flammen die Konflikte auch heute immer wieder auf und wurden Tutsi immer wieder verfolgt und getötet. Hier ist der Link zum Mitschnitt einer Fernsehsendung im 3Sat vom 04. Febuar diesen Jahres. Der Sendungsteil mit ausschließlich dem Interview findet sich hier auf der 3Sat Homepage. Auch das Auswärtige Amt warnt vor Reisen in die Demokratische Republik Kongo.
Schon mehr als sieben Jahre wohnen Jean-Mpaka Manuel und seine Frau mit drei Söhnen in Cottbus. Von den Jungs kennt nur einer den Kongo noch aus eigenem Erleben. Jetzt haben sie von unseren Behörden die Abschiebung erhalten.
Das kann nicht richtig gehandelt sein. Hier muss es eine Korrektur geben! Dazu ist der Einspruch von vielen nötig.
Cottbus 2009
Dieser ist erfolgt, und die Situation der Familie Manuel hat sich zum positiven gewendet
Liebe Freunde und Mitstreiter des Cottbuser Aufbruchs,
wie uns der Anwalt der Familie Manuel mitteilte, hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge erfreulicherweise festgestellt, dass bei Jean-Mpaka Manuel Abschiebungshindernisse vorlägen. Dies gelte für seine Ehefrau und seinen Sohn Plamedi zwar nicht – und die Entscheidung für die weiteren Söhne Henoc und Chirac stünde noch aus -, fest stehe jedoch, Jean-Mpaka Manuel dürfe in Deutschland bleiben und seine Familie mit ganz überwiegender Wahrscheinlichkeit auch, da Familien regelmäßig nicht auseinander gerissen würden.
Damit hat das lange Warten und die Unsicherheit für die Familie Manuel hoffentlich endlich ein Ende.
Familie Manuel ist überglücklich und bedankt sehr herzlich sich bei allen Unterstützern.
Wir freuen uns für die Familie Manuel und bedanken uns ebenso bei den vielen tausenden Menschen in und außerhalb von Cottbus, die nicht nur mit ihrer Unterschrift auf unserer Unterstützungsliste mitgeholfen haben, dass die Abschiebung verhindert wurde!
Jörn Meyer
Cottbus, Januar 2010
Tolerantes Stadion auf dem Altmarkt
Aktion tolerantes Stadion auf dem Altmarkt
Liebe Freunde und Mitstreiter des Cottbuser Aufbruchs,
4 : 0 für Toleranz und Demokratie!
Eine Halbzeit lang (45 min.) herrschte auf dem Altmarkt am Brunnen
Fußballfieber statt angekündigter brauner Soße (http://www.17august.info/).
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