Mit freundlicher Unterstützung von

Förderverein "Cottbuser Aufbruch"

Am 16. Februar 2012 um 17.00 Uhr findet die Vorstandssitzung des Fördervereins  "Cottbuser Aufbruch" zu seiner monatlichen Sitzung statt.

Ort: Jugendhilfe Cottbus e.V. - Inselstr. 24 - 03046 Cottbus


Cottbuser Aufbruch

Am 15. März 2012 um 17.00 Uhr trifft sich der Cottbuser Aufbruch zu seiner monatlichen Versammlung.

Ort: Bibliothek des OSZ I, Sielower Str. 10, 03044 Cottbus

Dankeschön

Wichtig ist es, Gesicht zu zeigen

Interview mit Ministerin Martina Münch, Mitbegründerin des Cottbuser Aufbruchs für „Schattenberichte“ der Opferperspektive.

F: Frau Münch, 1999 haben Sie den Cottbuser Aufbruch mitbegründet. Wenn Sie zurückblicken, was hat Ihre Arbeit erreicht?

A: Das Klima im Umgang miteinander hat sich seither gewandelt: Es gibt mehr Neugierde, Aufmerksamkeit und Toleranz füreinander. Wir haben erreicht, dass sich tausende Cottbuser gegen Rechts engagieren. Der Cottbuser Aufbruch ist nach elf Jahren zu einem starken Aktionsbündnis für gelebte Toleranz im Umgang miteinander und mit Fremden geworden. Seine Stärke liegt darin, dass er einen Querschnitt der Gesellschaft repräsentiert und ganz praktisch für sozialen Zusammenhalt sorgt.

F: Unserem Eindruck nach werden Punks und alternative Jugendliche in Cottbus massiv von Rechten bedrängt. Wie schätzen Sie die Situation ein?

A: Wir beobachten generell, dass die Aktionen von Rechtsextremen 2010 in unserer Region zugenommen haben. Dabei kommt es immer wieder zu Pöbeleien und Bedrohungen gegenüber alternativen Jugendlichen oder ausländischen Studierenden. NPD und rechte Kameradschaften fühlen sich im Süden Brandenburgs offenbar stark. Hier gilt es, mit Prävention und Repression kontinuierlich Gegendruck aufrechtzuerhalten.

F: Wir haben es in Südbrandenburg mit einer Neonaziszene zu tun, die sogar Volksfeste für ihre Zwecke kapert – wie den Cottbuser Karnevalsumzug im Februar dieses Jahres. Was kann man dagegen tun?

A: Man muss informieren und aufklären, Aktionen wie beim Karnevalsumzug beim Namen nennen, die Bürger wachrütteln und Schüler- und Ausbildungsprojekte zum Thema Demokratie unterstützen. Wichtig ist es, Gesicht zu zeigen und immer wieder an die drei Leitsätze des Cottbuser Aufbruchs erinnern: gelebte Toleranz im Umgang miteinander und mit Fremden, keine Toleranz für Intoleranz, Stärkung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit.

F: Vor einigen Jahren wurden die Scheiben Ihres Parteibüros eingeworfen. Was raten Sie Menschen, die von Neonazis bedroht werden, aus Ihrer eigenen Erfahrung?

A: Man sollte sich auf keinen Fall einschüchtern lassen. Es hat aber auch keinen Sinn, den Helden zu spielen. Entscheidend sind Vernetzung, das Organisieren praktischer Hilfe und die Hinzuziehung der Polizei.         Konkret habe ich vier Ratschläge: Gewalttaten konsequent zur Anzeige bringen, Bedrohungen öffentlich machen, Opferverbände wie die Opferperspektive um Rat bitten und - speziell in Cottbus - den Cottbuser Aufbruch einschalten.

Martina Münch ist eine der Initiatorinnen des Cottbuser Aufbruchs. Als Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur gehört die SPD-Landtagsabgeordnete seit November 2009 der Brandenburger Landesregierung an.


Eröffnung von Cottbus Open am 20. Juni 2010

10 Jahre „Multikulturelles Festival Cottbus Open“

„Cottbus Open“ feiert am kommenden Sonntag, 20.06.2010, sein zehnjähriges Jubiläum. Um 13:00 Uhr wird das Festival von Oberbürgermeister Frank Szymanski eröffnet. Ebenfalls mit dabei sind Brandenburgs Integrationsbeauftragte Prof. Dr. Karin Weiss, BTU-Präsident Prof. Walther Ch. Zimmerli, der Präsident der Hochschule Lausitz, Prof. Günter Schulz, und Jörn Meyer, der Geschäftsführer des Jugendhilfe Cottbus e. V. Gemeinsam wird eine große Geburtstagstorte angeschnitten, die zugunsten der UNICEF-Kampagne „Schulen für Afrika“ verkauft wird – ein kleiner Beitrag im „Europäischen Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung“.

Zur Fußball-WM blickt die Welt auf Afrika. Gemeinsam mit UNICEF sollen die Weltmeisterschaft und Cottbus Open genutzt werden, dem Millenniumsziel Nummer 2, Bildung für jedes Kind, ein Stückchen näher zu kommen. Unter dem bundesweiten UNICEF-Motto „Alle denken an Fußball, wir nicht nur“ gibt es verschiedene Aktionen, die im Sinne der Kampagne um Spenden werben.

Die Besucher des multikulturellen Festivals erwartet ein buntes Bühnenprogramm, das von etwa 200 internationalen Mitwirkenden gestaltet wird. Zahlreiche Vereine haben Mitmachangebote für die kleinen Gäste zusammengestellt. Eine Bastelstraße, Kinderschminken, verschiedene Rätsel und eine Minigolf-Anlage bieten Spaß für Mädchen und Jungen. Wer möchte, kann sich von den Frauen des Cottbuser Flüchtlingsvereins e. V. die Haare in traditioneller afrikanischer Form flechten lassen. Gegen 16 Uhr werden Wünsche für ein tolerantes Cottbus gegen heliumgefüllte Luftballons getauscht und gemeinsam gen Himmel geschickt.

Als besonderes Highlight gilt wieder die internationale Essstraße, bei der in diesem Jahr Köstlichkeiten aus Mexiko, Spanien, Marokko, Syrien, Bulgarien, Jordanien, Nicaragua, Ägypten, Bolivien, Indien, Kamerun, Sudan, Tunesien, Iran und Belgien probiert werden können.

Die Integrationsbeauftragte der Stadt, Heike Konzack, ruft alle Cottbuserinnen und Cottbuser sowie ihre Gäste auf: „Nach Abschluss des Bühnenprogramms, gegen 19:30 Uhr, möchten wir die Zahl 10 noch einmal in den Mittelpunkt rücken. Wir bitten alle Besucherinnen und Besucher unseres Festivals, sich in Form der Zahl 10 aufzustellen, um dann von oben ein Foto schießen zu können. Helfen Sie mit, damit ein buntes Bild von Cottbus hinaus in die Welt geht!“

Veranstalter von Cottbus Open 2010 sind die Stadt Cottbus, die Brandenburgische Technische Universität, die Hochschule Lausitz sowie der Jugendhilfe Cottbus e. V.

Ganz herzlich möchten wir uns an dieser Stelle für die tatkräftige Unterstützung am Tag der Erinnerung am 15.Februar 2010 bei folgenden Beteiligten bedanken:

  • Vattenfall Europe Mining & Generation, Herr Fromm und Frau Miedtank (Kommunikation)
  • Frauenzentrum Cottbus, Monika Vandreier (Geschäftsführerin)
  • Carl-Thiem-Klinikum, Angelika Herferth (Betriebsratsvorsitzende)
  • Sportstättenbetrieb der Stadt Cottbus, Herr Przesdzing (Leiter)
  • Koordinierungsstelle "Tolerantes Brandenburg" (Frau Engels)

Sie haben dazu beigetragen, dass dem störenden Aufmarsch rechtsextremer Kräfte ein demokratisches Protestzeichen entgegengesetzt werden konnte.

65. Jahrestag des Bombenabwurfes auf die Stadt Cottbus am 15.02.1945

Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!

Der Cottbuser Aufbruch unterstützt den Aufruf der Stadtverordnetenversammlung zum Gedenken an den 65. Jahrestag des Luftangriffs auf die Stadt Cottbus am 15. Februar 1945

Die Stadt Cottbus wird am 15. Februar den 65. Jahrestag der Bombardierung würdig begehen. Der Luftangriff war für Cottbus der vorletzte Akt des verbrecherischen Krieges, den Hitlerdeutschland begonnen hatte. An den Orten der größten Zerstörungen werden wir mit Veranstaltungen der Opfer des Bombardements gedenken. Alle Cottbuserinnen und Cottbuser sind dazu herzlich eingeladen.

Am 15. Februar 2010 will aber auch die NPD mit einem "Gedenkmarsch zu Ehren der Opfer des alliierten Bombenterrors" die Gedenkveranstaltungen der Stadt Cottbus stören. Wieder einmal soll davon abgelenkt werden, dass uns erst die Nazidiktatur die Bombadierungen eingebrockt hat. Wir wehren uns gegen jegliche Instrumentalisierung durch Nazis! Bitte unterstützen Sie uns und kommen am 15. Februar um 16.00 Uhr zum Cottbuser Bahnhofsvorplatz. Besuchen Sie die ‚Stationen des Gedenkens und die Kerzenwache zur Mahnung gegen den nationalsozialistischen Terror’.

Lothar Judith/ Jörn Meyer

Information zum 65. Jahrestag des Bombenabwurfes auf die Stadt Cottbus am 15.02.1945

Das Ende des II. Weltkrieges in Cottbus

Mit dem deutschen Angriff auf Polen begann am 1. September 1939 der II. Weltkrieg. Schon zuvor waren in Deutschland Millionen Menschen dem nationalsozialistischen Terror zum Opfer gefallen, waren ermordet oder hatten ihre Heimat verlassen müssen. Der Krieg war sehr schnell auch in Cott-bus spürbar, zunächst waren es die Meldungen über die Gefallenen, später mussten die Cottbuser ihre Häuser verdunkeln und bald folgten die Übungen zum Luftalarm. Anfang 1944 erlebte Cottbus den ersten Luftangriff.

Am Ende dieses Krieges waren in Cottbus etwa 60 % der Wohnungen und auch ca. 60 % der Indust-riebetriebe beschädigt. Einst lebten hier 55.000 Menschen, Ende April 1945 waren es nur noch ca. 3.000. Die Beseitigung der Schäden sollte viele Jahrzehnte in Anspruch nehmen.

Mehr Informationen Der Bombenangriff am 15. Februar 1945.pdf (10 KB)

Aufruf des Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung Cottbus, Reinhard Drogla, zum Gedenken an den 65. Jahrestag des Luftangriffs auf die Stadt Cottbus am 15. Februar 1945

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

am 15. Februar 1945, zur Mittagszeit, wurde die Stadt Cottbus bei einem alliierten Luftangriff zerstört. Ziel der amerikanischen Bombenflugzeuge war der Cottbuser Bahnhof, ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Dort befanden sich Munitionszüge, Verwundetentransporte und Tausende von Flüchtlingen. Die offizielle Bilanz sprach von 1000 Toten. Zerstört wurden 145 Industrie- oder Versorgungsbetriebe und 356 Häuser. 3600 Wohnungen wurden beschädigt und 13.000 Einwohner obdachlos. Besonders verheerend wirkte sich aus, dass zur Zeit des Bombardements mehrere Tausend Menschen aus dem brennenden Dresden in der Bahnhofsgegend Schutz gesucht hatten. Die genaue Zahl der Opfer ist deshalb nicht bekannt. Nur wenige hatten die Warnung von BBC London gehört und Cottbus verlassen.

Zum weiterlesen: Aufruf zum 15 Febr. 2010.pdf (11 KB)

Cottbuser Aufbruch zur drohenden Abschiebung

In Cottbus wohnt ein Kongolese mit seiner Familie, der vor acht Jahren für fünf Monate einen Tutsi in seiner Wohnung in Kinshasa versteckt hielt. Versteckt vor den mächtigen Herrschern, den brutalen Milizen und versteckt vor den ängstlichen oder hasserfüllten Nachbarn.


Ruanda und Burundi sind uns als Konfliktherde bekannt, dass auch die Demokratische Republik Kongo Konfliktbeteiligte ist, ist nicht jedem bekannt. Aber gerade in diesem Land flammen die Konflikte auch heute immer wieder auf und wurden Tutsi immer wieder verfolgt und getötet. Hier ist der Link zum Mitschnitt einer Fernsehsendung im 3Sat vom 04. Febuar diesen Jahres. Der Sendungsteil mit ausschließlich dem Interview findet sich hier auf der 3Sat Homepage. Auch das Auswärtige Amt warnt vor Reisen in die Demokratische Republik Kongo.

Schon mehr als sieben Jahre wohnen Jean-Mpaka Manuel und seine Frau mit drei Söhnen in Cottbus. Von den Jungs kennt nur einer den Kongo noch aus eigenem Erleben. Jetzt haben sie von unseren Behörden die Abschiebung erhalten.

Das kann nicht richtig gehandelt sein. Hier muss es eine Korrektur geben! Dazu ist der Einspruch von vielen nötig.

Cottbus 2009

Dieser ist erfolgt, und die Situation der Familie Manuel hat sich zum positiven gewendet

Liebe Freunde und Mitstreiter des Cottbuser Aufbruchs,

wie uns der Anwalt der Familie Manuel mitteilte, hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge erfreulicherweise festgestellt, dass bei Jean-Mpaka Manuel Abschiebungshindernisse vorlägen. Dies gelte für seine Ehefrau und seinen Sohn Plamedi zwar nicht – und die Entscheidung für die weiteren Söhne Henoc und Chirac stünde noch aus -, fest stehe jedoch, Jean-Mpaka Manuel dürfe in Deutschland bleiben und seine Familie mit ganz überwiegender Wahrscheinlichkeit auch, da Familien regelmäßig nicht auseinander gerissen würden.

Damit hat das lange Warten und die Unsicherheit für die Familie Manuel hoffentlich endlich ein Ende.

Familie Manuel ist überglücklich und bedankt sehr herzlich sich bei allen Unterstützern.

Wir freuen uns für die Familie Manuel und bedanken uns ebenso bei den vielen tausenden Menschen in und außerhalb von Cottbus, die nicht nur mit ihrer Unterschrift auf unserer Unterstützungsliste mitgeholfen haben, dass die Abschiebung verhindert wurde!

Jörn Meyer

Cottbus, Januar 2010

PM 001-10 Abschiebung verhindert.pdf (15 KB)

Tolerantes Stadion auf dem Altmarkt

Aktion tolerantes Stadion auf dem Altmarkt

Liebe Freunde und Mitstreiter des Cottbuser Aufbruchs,
4 : 0 für Toleranz und Demokratie!

Eine Halbzeit lang (45 min.) herrschte auf dem Altmarkt am Brunnen
Fußballfieber statt angekündigter brauner Soße (http://www.17august.info/).
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