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Cottbus für alle! Demonstration am 27. Juni 2017

Demonstration am 27.06.2017 unter dem Motto "Cottbus für alle!", Start auf dem Brandenburger Platz ab 19.00 Uhr gegen die parallel laufende Demonstration "Grenzen ziehen!" des Zukunft Heimat e.V.".

Der Cottbuser Aufbruch hat beschlossen, diese Gegendemonstration zu unterstützen. Also: Mitmachen! Kommt am 27.06.17 um 19.00 Uhr zum Brandenburger Platz!

Hier gibt's weitere Infos dazu ...

Im Februar 2015 versuchte COGIDA, der Cottbuser PEGIDA-Ableger, eine Demonstrationsreihe (alle zwei Wochen) in Cottbus zu installieren. In Cottbus war man sich relativ schnell einig, dies nicht hinnehmen zu wollen, verfasste die sogenannte "Cottbuser Erklärung" und veranstaltete zeitgleich mit der COGIDA-Demo eine Kundgebung auf dem Altmarkt. Es gab dann keine Nachfolgedemonstrationen von COGIDA mehr in Cottbus.

Nun wird sich am kommenden Dienstag dem 27. Juni 2017 bereits zum dritten Mal (im zwei-Wochen-Rhythmus) der "Zukunft Heimat e.V." an der Cottbuser Oberkirche treffen und anschließend durch die Cottbuser Innenstadt demonstrieren. Der Verein, der bereits seit 2015 aber eher im Bereich Lübbenau, Lübben und Vetschau aktiv war, hat nun offensichtlich Cottbus entdeckt. Thematisch wird während der Demonstrationen eine Asylantenflut herbeigeredet und Angst geschürt vor ausländischen Gewalttätern. Der Versuch ist offenkundig, ein PEGIDA-ähnliches Format und damit eine Veranstaltungsreihe für die Protestscene zwischen Berlin und Dresden zu etablieren. Es tummeln sich dabei - neben den Mitgliedern des Zukunft Heimat e.V. - sächsische PEGIDA-Aktivisten und Anhang, AfD-Vertreter, vereinzelte Aktivisten rechtsextremer Gruppen (Identitäre, NPD) als Besucher, Cottbuser rechtsextrem orientierte Cliquen, mutmaßlich situativ empörte Cottbuserinnen und Cottbuser ohne sprezifische politische Anbindung.

Die "Cottbuser Erklärung" von 2015 bezog sich auf PEGIDA, die sich damals in Cottbus etablieren wollten. Die Werte, die hinter der Cottbuser Erklärung stehen gelten aber natürlich weiterhin. Und insbesondere gelten sie für die ausländerfeindlichen Äußerungen, die während der "Zukunft-Heimat-Demos" fallen.

Deshalb hier nochmal ein Auszug der Cottbuser Erklärung:

"Wir beobachten mit Sorge, dass auf den PEGIDA-Demonstrationen häufig fremdenfeindliche und rassistische Ansichten vorgetragen werden und dass bundesweit auch zahlreiche Neonazis an den Demonstrationen teilnehmen und diese mit organisieren.

Wir wollen dem ein Bild entgegensetzen, was Cottbus für uns bedeutet:

Eine weltoffene Stadt – und keine verschlossene Stadt. Cottbus und die Region sollen sich inspirieren lassen von der Welt da draußen und von den Menschen der Erde, mit allen ihren Facetten.

Niemand unterstützt den islamistischen Terrorismus – aber wir können eben so wenig ausländerfeindliche Übergriffe oder auch nur die Bedrohung oder Diskriminierung unserer Mitmenschen hinnehmen, die nicht aus Deutschland stammen, eine andere Religion haben, eine andere sexuelle Orientierung besitzen oder vielleicht einfach nur „anders" aussehen.

Wir stehen für eine Stadt, die es ermöglicht, Freiheit und Lebensglück auf je eigenem Wege zu suchen – ohne Vorschriften oder Einschränkungen anderer."

Dazu steht der Cottbuser Aufbruch! Wer uns dabei unterstützen möchte, kommt am 27.06.17 um 19.00 Uhr zur Demo "Cottbus für alle!" auf den Brandenburger Platz.

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