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Rede für den 2. Platz von Golde Grunske und Tobias Schick

Guten Abend, meine Damen und Herren, liebe Schüler, verehrte Nominierte, liebe Jurykollegen!

Die Spannung steigt. Jetzt geht es um den zweiten Platz. Daher versuche ich mich kurz zu halten. Ich möchte an dieser Stelle besonders betonen, dass wirklich  alle eingesendeten Projekte großartig sind und alle Projekte das Leben in unserem Cottbus toleranter und bunter gemacht haben.

Das Thema „Flüchtlinge“ geht uns alle etwas an. Es wird viel geredet, getuschelt und in Stammtischmanier verbreitet. Dabei geht es nicht um ein Thema. Es geht um Menschen. Menschen, die sich nicht freiwillig auf den Weg gemacht haben ihre Heimat zu verlassen. Was wir tun können ist, sie willkommen zu heißen und in unsere Gesellschaft aufzunehmen. So wie wir es mit neuen Mitschüler*innen, Nachbar*innen oder Arbeitskolleg*innen tun. Da hier viele Ängste und Unsicherheiten mitschwingen, ist es umso wichtiger, aufeinander zuzugehen, miteinander zu reden und Zeit miteinander zu verbringen“ so damals der Aufruf und die klare Botschaft.

Anfang 2000 entstand die Initiative Flumico und gab den Anstoß für die Etablierung eines Unterbringungskonzeptes, dass eine dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen vorsah.

2011 organisierte die zweite Generation eine Gutscheininitiative, um das leidige Sachleistungsprinzip ad absurdum zu führen. Die dritte Generation gründete sich Anfang dieses Jahres und entschloss sich zur Organisation der ersten Interkulturellen Woche in Cottbus.

Flumico ist eine großartige Gruppe von engagierten Menschen, die sich für Geflüchtete und Migrierte einsetzt. Sie begleiten die Asyl- und Flüchtlingspolitik in Cottbus sehr kritisch und zeigen sich stets solidarisch mit unseren geflüchteten Mitmenschen.

Sie verstehen Ihre ehrenamtliche Tätigkeit als direkte politische Aktion gegen jede Form von Ausgrenzung, Benachteiligung und Alltagsrassismus. Ziel der Initiative Flumico ist ein Umdenken zu fördern, um rassistische Denkmuster klar entgegenzuwirken und  dabei um Verständnis für die besondere Lage von Geflüchteten zu werben und eine wirkliche Willkommenskultur zu etablieren.

Und das, meine Damen und Herren, ist Flumico gemeinsam mit vielen Partnern vom 27. September bis zum 3.Oktober mit der ersten interkulturellen Woche in Cottbus eindrucksvoll gelungen.

Gemeinsam mit Kollegen der Stadtverwaltung, des Flüchtlingsvereins, des Menschenrechtszentrums und des Turmvereins gelang es unbürokratisch verschiedenste Akteure in der Stadt als Ausrichter für viele Veranstaltungen in dieser Woche unter dem Motto „Vielfalt. Das Beste gegen Einfalt.“ zu gewinnen.

Es fanden wunderbare Lesungen, Konzerte, Sportveranstaltungen, kulinarische Leckerbissen, Theateraufführungen, Ausstellungen, Feste, Kinderspaß und eine Demonstration statt. Eine enorme Vielfalt.

Neben der sehr zeit- und arbeitsintensiven Gesamtorganisation, schafften es die Ehrenamtlichen von FluMiCo darüberhinaus drei Veranstaltungen selbst zum Programm beizutragen. Daher Hut ab, was Sie – ihr alle - geleistet habt.

Das Projekt und diese Woche förderten auf sehr vielfältige Weise die Akzeptanz, das ungezwungene Miteinander und das Verständnis füreinander. Mit dieser interkulturellen Woche wurde wertvolle präventive Arbeit geleistet, rechter Stimmungsmache der Wind aus den Segeln genommen und herzlich und sehr vielfältig Willkommen gesagt.

Daher freue mich heute Abend die lieben Menschen von FluMiCo nach vorn zu bitten und mit dem 2. Platz sowie einem Preisgeld in Höhe von 500,00 Euro auszeichnen zu dürfen.

Herzlichen Glückwunsch und vielen, vielen Dank für Ihr / Euer Engagement und Ihren / Euren Einsatz für Flüchtlinge und für ein gutes Miteinander.

Euer Applaus! Und Euer Preis.

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