Mit freundlicher Unterstützung von

Förderverein "Cottbuser Aufbruch"

Am 25. April 2013 um 17.00 Uhr findet die ordentlichen Mitgliederversammlung des Fördervereins  "Cottbuser Aufbruch"  statt.

Ort: Jugendhilfe e.V. Cottbus, Inselstraße 24, 03046 Cottbus

Cottbuser Aufbruch

Am 30. Mai  2013 um 17.00 Uhr trifft sich der Cottbuser Aufbruch zu seiner monatlichen Versammlung.

Ort: Oberstufenzentrum, Bibliothek, Sielower Str. 10, 03044 Cottbus

Unterstützer werden:

Wenn Sie auf die Unterstützerliste möchten, senden Sie bitte eine kurze E-Mail an info@cottbuser-aufbruch.de.

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info@cottbuser-aufbruch.de

Förderverein

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15. Februar 2013 - Cottbus bekennt Farbe

Information zum Aufruf

"Cottbus bekennt Farbe" ist ein Aufruf von Cottbuser Bürgerinnen und Bürgern, sich gegen Neonazis zu engagieren und einen Gedenkmarsch der NPD am 15.Februar nicht ohne Protest hinzunehmen. Sie wollen gemeinsam mit vielen anderen zum Ausdruck bringen: Unsere Stadt soll menschlich, weltoffen und tolerant sein!

Die Idee bündelt am 15. Februar verschiedene friedliche Protestformen – vielfältig, gleichberechtigt und miteinander. Der Aufruf ist offen für Unterstützerinnen und Unterstützer, die sich mit eigenen Aktionen beteiligen wollen.

Der „Cottbuser Aufbruch“ und „Cottbus Nazifrei“ tragen den Aufruf. Vertreterinnen und Vertreter beider Initiativen haben ihn mit vorbereitet. Der „Cottbuser Aufbruch“ ist ein Forum von Institutionen, Verbänden, Vereinen und anderen Organisationen, die sich für ein tolerantes Miteinander stark machen. In „Cottbus Nazifrei“ haben sich politische Gruppen und Jugendkulturvereine zusammengeschlossen, um gegen Naziaufmärsche aktiv zu werden. Die Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung unterstützen den Aufruf und verdeutlichen dies mit einem gemeinsamen Beschluss in der Stadtverordnetenversammlung am 19. Dezember 2012.

Dem Aufruf „Cottbus bekennt Farbe“ ging eine Vielzahl von Gesprächen zwischen Initiativen, Stadtverwaltung und anderen Beteiligten voraus. In mehreren Workshops tauschten sich etwa 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor dem Hintergrund ihrer ganz verschiedenen beruflichen oder politischen Tätigkeiten über ihre Perspektiven und die Beweggründe für ihr Engagement zum 15. Februar aus. Dieser Prozess wurde durch das Mobile Beratungsteam Cottbus begleitet.

Wieland Eschenburg

Cottbus, den 01. Februar 2013



Seit drei Jahren findet in Cottbus am 15. Februar ein Neonaziaufmarsch statt, den die Neonazis für ihre Geschichtsverdrehung und Umdeutung der Naziverbrechen benutzen. Das ist der Tag, an dem der von Deutschland ausgegangene Krieg auch nach Cottbus zurück kam.
Vor allem in den letzten zwei Jahren haben sich Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt zusammengefunden, um zu zeigen, dass Neonazis - und vor allem deren Denken - nicht in unserer Stadt und auch sonst nirgendwo erwünscht sind. Der Protest und Widerstand fiel sehr vielfältig aus. Es gab Menschen, die in Ruhe der Betroffenen der Bombardierung auf Cottbus gedenken wollten, Menschen, die ihren Protest mit Musik bunt und laut nach Außen trugen und es gab Menschen, die sich friedlich, mit Hilfe von Blockaden, den Neonazis in den Weg setzten. Niemand wollte, dass Neonazis durch Cottbus laufen. Das verbindet all diese Menschen. Sie haben etwas gegen alte und neue Nazis.

Wir bleiben dabei: Wir haben etwas gegen alte und neue Nazis!

Im vergangenen Jahr haben die verschiedensten zivilgesellschaftlichen, kirchlichen und politischen Gruppierungen, Institutionen und Fraktionen immer wieder die Verständigung gesucht. Dabei ist man sich einig, dass ein gemeinsamer Konsens möglich ist und durch viele getragen wird und dass es das Wichtigste ist, Neonazis in unserer Stadt den Raum zu nehmen.

Um nach Außen ein gemeinschaftliches und deutliches Zeichen gegen die verfälschende Geschichtsauffassung der Neonazis zu setzen, halten wir an der Zusammenführung der Aktionen des Tages unter dem Motto „Cottbus bekennt Farbe“ weiterhin fest. Diese begriffliche Abgrenzung von der Gedenkpolitik der Neonazis hin zu Toleranz und Demokratie ist ein gutes Fundament für ein gemeinschaftliches Agieren gegen Neonazis.

„Cottbus bekennt Farbe“ wird in der Woche um den 15. Februar 2013 gemeinsam und entschlossen, mit unterschiedlichsten Aktionsformen, auftreten. Es wird miteinander gearbeitet und ein starker Zusammenhalt demonstriert. Jede friedliche Protest- und Widerstandsform, die aufgrund der Gewissensentscheidung des Einzelnen gewählt wird, hat ihre Berechtigung und niemandem wird diese abgesprochen.

Cottbus soll eine menschliche, weltoffene und tolerante Stadt sein und für ein friedliches Zusammenleben aller Menschen, ungeachtet ihrer Nationalität, Weltanschauung, Religion, Kultur, sexuellen Orientierung, Behinderung, Herkunft oder Hautfarbe stehen. In unserer Stadt werden keine rassistischen und neonazistischen Aktionen geduldet, die gegen die Demokratie und die Menschenwürde gerichtet sind. Rassismus und Antisemitismus dürfen keine Chance haben.

Die Vorbereitungen auf die Woche um den 15. Februar 2013 sind bereits angelaufen. Wir wollen wie im letzten Jahr nicht erst auf die Neonazis reagieren, sondern die gesamte Woche mit unseren Inhalten und bunten Kulturveranstaltungen besetzen. Damit „Cottbus bekennt Farbe“ gute Chance hat, braucht es viele Unterstützer und Unterstützerinnen. Wir rufen alle Cottbuserinnen und Cottbuser auf, sich an der Initiative zu beteiligen.